Der Schmetterlingseffekt

Quelle: wikipedia.de

Der Schmetterlingseffekt

Der Schmetterlingseffekt (englisch butterfly effect) ist ein Phänomen der Nichtlinearen Dynamik.

Er tritt in nichtlinearen dynamischen, deterministischen Systemen auf und äußert sich dadurch, dass nicht vorhersehbar ist, in welchem Maß sich beliebig kleine Änderungen der Anfangsbedingungen des Systems langfristig auf die Entwicklung des Systems auswirken. Es gibt hierzu eine bildhafte Veranschaulichung dieses Effekts am Beispiel des Wetters, welche namensgebend für den Schmetterlingseffekt ist: „Kann der Flügelschlag eines Schmetterlings in Brasilien einen Tornado in Texas auslösen?[1]

Vom Schneeballeffekt, bei dem kleine Effekte sich über eine Kettenreaktion bis zur Katastrophe selbst verstärken, unterscheidet er sich durch die Unvorhersehbarkeit, in welchem Maß sich eine Änderung auswirkt.


Ich hätte diese beschissenen Nudeln essen sollen!

Heute ist ein mieser Tag. Ein ganz mieser Tag. Ich habe es geschafft, dich aus meinem Leben zu verbannen. Ich habe jeden Kommunikationskanal dicht gemacht. Ich habe es geschafft, dass Du keinen Kontakt mehr zu mir aufnehmen kannst. Das war aber nie das „Problem“! Das Problem bin ich. Das Problem ist mein Denken. Das Problem sind meine Gefühle. Leider lässt sich all das nicht aus- oder abstellen.

Kommunikationskanal dicht gemacht. So ein Bullshit! Ich hatte nie ein Problem mit zu viel Kommunikation mit dir. Ich hab ein extremes Problem damit, mich selbst vor dir zu schützen. Mich selbst nicht jedes mal dabei zu erwischen, wie ich dir schreibe, obwohl ich dir nie wieder schreiben wollte. Ich habe ein Problem damit „dich kommen zu lassen“. Ich hab überhaupt ein Problem mit diesem ganzen „Du musst das so und so machen, damit er merkt was er verliert / an dir hat / haben könnte“-Scheiß. Ich hab ein Problem damit, dass es scheinbar uncool ist, ach und psychologisch auch überhaupt nicht ratsam, zu sagen was ich fühle. Ich möchte dir ins Gesicht schreien, wie sehr ich dich vermisse. Und ich möchte weinen. Ich möchte, dass Du sehen kannst, wie sehr es mir weh tut, dass Du nicht mehr in meiner Nähe bist. Und ich möchte endlich Ich sein.

Und ja, ich bin nicht die starke Frau. Und ja, ich bin verdammt emotional. Und ja, ich hab verdammt nochmal extrem starke Gefühle für dich. Und ich möchte nicht mehr so tun, als wäre ich total cool und abgeklärt und als würde ich das total easy auf die Reihe bringen. Und nein, ich möchte nicht mehr die Überlegene sein, die vorgibt jeden Schritt genau zu berechnen. Das war ich nämlich noch nie. Ich war schon immer die, deren Gefühle man am Gesicht ablesen konnte. War schon immer die, die, uuuups, immer alles sagt was sie denkt. War schon immer die, die ganz zuverlässig jedes Fettnäpfchen mitgenommen hat, weil ich nicht drüber nachdenke, was ich tue, sondern mich von meinen Gefühlen leiten lassen. Ich war schon immer die, die den Menschen die ich mag gefallen will, war schon immer die, die sich gerne bemüht hat, dass man sie mag. Ich ziehe keine Stärke aus meinem „Stolz“. Das können andere besser als ich. Ich war immer die, die es mochte, wenn andere glücklich waren.

Wann verdammt ist das bitte aus der Mode gekommen, wann hat es aufgehört cool zu sein, zu sein wie man eben ist? Wann fing dieser „abgeklärt ist das neue emphatisch“-Scheiß an? Wieso hab ich das verpasst und wieso hat mich keiner gefragt?

Immer wieder hämmert diese Situation in meinem Kopf: „Ich hab Nudeln gemacht, willst Du?“ „Nein, danke. Ich hab schon gegessen“ „Tzz ich koch extra für dich und dann isst Du nichtmal“ „Ich kann selbst für mich sorgen, danke!“

FUCK IT!!! Ich war zu „stolz“ um anzunehmen, was Du mir freiwillig geben wolltest. Wie beschissen bescheuert bin ich denn? Ja ja, ich wollte einen auf taffe Alte machen, die ja aus ganz anderen Gründen als Essen da ist. Tzz. Weil das muss man ja so machen um „interessant“ zu sein. Und ich hab diesen Scheiß geglaubt. Ich habe tatsächlich geglaubt, dass ich mich über Nudeln nicht wie ein kleines Kind freuen darf. Ich habe tatsächlich geglaubt, dass ich nicht strahlend da sitzen und essen darf während ich dich einfach anschaue. Hab nicht geglaubt, dass dieser Abend der schönste werden wird, den wir zwei hatten. Ich war mit cool sein beschäftigt. Anstatt zu genießen. Ich war unsere ganze beschissene Zeit über damit beschäftigt bloß nicht ich zu sein.


und äußert sich dadurch, dass nicht vorhersehbar ist, in welchem Maß sich beliebig kleine Änderungen der Anfangsbedingungen des Systems langfristig auf die Entwicklung des Systems auswirken.

… unterscheidet er sich durch die Unvorhersehbarkeit, in welchem Maß sich eine Änderung auswirkt.

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